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Anlegerwissen · Redaktion IMMOXX · 11.10.2026

Rendite verstehen.
Cashflow selbst rechnen.

Eine Wohnung ist schnell verglichen. Ihre wirtschaftlichen Voraussetzungen brauchen einen zweiten Blick.

Was sagt die Bruttorendite aus?

Im Radar berechnen wir die prognostizierte Bruttorendite als Monatsmiete × 12 ÷ Kaufpreis × 100. Bei 800 Euro monatlicher Nettomiete und 240.000 Euro Kaufpreis ergibt das 4 Prozent. Dieses reine Rechenbeispiel ist kein Angebot und keine Marktrendite. Erwerbsnebenkosten, Eigentümerkosten, Finanzierung und Steuern sind dabei noch nicht berücksichtigt.

Warum die Kreditrate den Unterschied macht

Für den monatlichen Cashflow ziehen wir zunächst den gewählten Mietausfall und die Eigentümerkosten von der Monatsmiete ab. Anschließend wird die berechnete Kreditrate abgezogen. Ein positiver Betrag ist ein Überschuss vor Einkommensteuer; ein negativer Betrag zeigt den monatlich benötigten Zuschuss. Eine positive Bruttorendite kann also mit einem negativen Cashflow einhergehen.

Was der Rechner berücksichtigt

Die Investitionssumme besteht aus dem Kaufpreis, den selbst angesetzten Erwerbsnebenkosten und zusätzlichen Kosten. Nach Abzug des eingesetzten Eigenkapitals ergibt sich der modellierte Kreditbetrag. Die Annuität wird mit konstantem Sollzins über 30 Jahre berechnet. Bei null Prozent Zins verteilt sich der Kreditbetrag gleichmäßig auf 360 Monate.

Die Startwerte von 10 Prozent Erwerbsnebenkosten, 2 Euro Eigentümerkosten pro Quadratmeter und Monat, 3 Prozent Mietausfall sowie 4 Prozent Sollzins sind veränderbare Rechenannahmen, keine objektspezifisch belegten Werte oder Finanzierungsangebote. Vorsteuer-Zwischenfinanzierung, Finanzierungskosten, Bauzinsen und persönliche Steuern sind nicht enthalten.

Welche Angaben stammen vom Anbieter?

Kaufpreis, Wohnfläche, Adresse, Status und gegebenenfalls Monatsmiete kommen aus dem veröffentlichten Datenexport von anlegerwohnung-kaufen.at. Mieten werden als Anbieterprognosen gekennzeichnet. Fehlt eine Miete, bleibt das Ergebnis offen, bis Sie selbst einen Mietansatz eingeben. Die Quelle enthält verschiedene Angebotsvarianten; mehrere Einträge können dieselbe Wohnung betreffen.

Die Unterlagen hinter der Rendite prüfen

Fordern Sie den konkreten Preisumfang, die laufenden Eigentümerkosten, Angaben zu Rücklagen und Instandhaltung sowie die Grundlage der Mietprognose an. Klären Sie, ob eine langfristige Wohnungsvermietung, ein Betreibervertrag oder ein anderes Nutzungsmodell vorgesehen ist. Stimmen Sie steuerliche und rechtliche Fragen mit entsprechend qualifizierten Beratern anhand der konkreten Unterlagen ab.

Für einen breiteren Angebotsvergleich: Anlageimmobilien im Wertradar, Neubauprojekte im Wohnbauradar und Mietinserate im Mietpreisradar. Die dort sichtbaren Angebotsmieten sind keine bestätigten Mietabschlüsse.

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